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Offroad durch Ukrainische Berge und Täler
Das Wort Ukraine klingt so weit weg und ist trotzdem so nah an Europa. Ein Land, welches uns schon seit Jahren reizt, um neues zu entdecken, der beinahe unleserlichen kyrillischen Schrift Herr zu werden, und nicht zuletzt die Menschen dieses Landes einen Hauch kennenzulernen. Dies und noch vieles mehr, waren die Beweggründe als wir am 11. April, 7 Uhr Morgens Richtung Osten starteten. Unser Team hat sich kurz vor Abreise nochmal umgekrempelt. Hans, mit dem Landcruiser HDJ80 mußte leider aus beruflichen Gründen paßen, dafür war Dave mit seinem Mitsubishi im letzten Moment noch auf den Ostexpreß aufgesprungen.
Unser Team

v.l.n.r. Manfred, Mathias, Karl, Georg, Dave und Livio
Fahrzeuge
Georg, Defender 110 SW - Mathias, Defender 110 HT - Dave, Mitsubishi V60 Manfred, Defender Isländer Alle Fahrzeuge sind hervorragend vorbereitet für diese Tour und natürlich mit den bewährten Reise- fahrwerken vom Australischen Hersteller TJM ausgerüstet.
Samstag, 11.04.2009, 07 Uhr, wir starten in Richtung Osten. Georg und Karl bilden ein Team, Livio und Manfred ein Team. Dave und Mathias fahren alleine, sind aber über Funk in Kontakt mit dem Rest des Teams, was uns sehr wichtig ist. Über eine Tagesetappe erreichen wir am späten Nachmittag bei Vylok die ukrainische Grenze. Die Wartezeit ist für uns etwas ungewöhnliches und wäre selbst für afrikanische Verhältnisse sehr lange. Die Zollbeamten haben es nicht sehr eilig und so wird ein Marathon von vier Stunden daraus. Östliche Gepflogenheiten, welche man gelassen hinnehmen muß. Durch diese Verzögerung, sind wir leider gezwungen im mittlerweile stockdunklen Land, unser Abend- quartier zu suchen.
Grenzchaos und 4 Stunden für ein paar Fahrzeuge Lagerplatz an verfallenen Häusern

Es hat die Nacht durchgeregnet und wir eröffnen den Ostersonntag mit traditionellem "Eierpecken". Nach dem Frühstück besprechen wir den weiteren Streckenverlauf der nächsten Tage. Wir entschließen uns vorerst mal auf der Transitroute Richtung Stryi und Lviv zu fahren, um so weit wie möglich ins Land vorzudringen und in weiterer Folge offroad durch Täler und Berge die verträumten Dörfer der Ukraine zu erkunden. Manfred übernimmt mit seinem Isländer die Führungsarbeit und Livio ist für die Navigation zuständig. Das Kartenlesen und vergleichen der Ortsnamen auf den Ortsschildern, entpuppt sich als Fulltime-Job.

Na, diesen Ortsnamen soll mir doch mal jemand übersetzen ;-) ------------ Dank unserem alten russischen Kartenmaterial (Livio hat sich perfekt vorbereitet) ist die Orientierung gar nicht mal so schlecht, da hier noch alles eins zu eins in kyrillischer Schrift niedergeschrieben ist. Aber wenn Du an so einem Ortsschild vorbeidonnerst, hast wirklich Mühe, dir diese Schriftzeichen bloß zu merken und dann auch noch auf der Karte zu finden. Das Meiste Übersetzen wir erst gar nicht, sonst wären wir wohl noch immer nicht zurück von dieser Tour.
Vorbei an glänzend prunkvollen Kirchendächern, welche trotz der dortigen Armut aus Gold zu sein scheinen, so sehr glänzen diese, biegen wir kurz darauf in ein Tal ein bei Dolyna. Ein landschaft- licher Leckerbissen,wie sich schon bald herausstellt.

Wir versuchen einen der herrlichen Gipfel zu überqueren, müßen aber bald erkennen, daß der Winter diese bis vor kurzem noch fest im Griff hatte. Durch das Schneewasser und den Regen zwischendurch, ist der Boden derart aufgeweicht, sodaß wir nur mit viele Mühe und Risiko auf 950 Höhenmeter kommen.

Es regnet immer wieder mal zwischendurch, wodurch die leichtesten Passagen zu anspruchsvollen Abschnitten werden. Immer wieder fahren wir durch malerische Dörfer im Hinterland, wo "Straße" und Bach oft ineinander verschmelzen, was aber auch einen besonderen Reiz auf uns ausübt, wir kommen sehr häufig dadurch zum Furten. Der Einzige von uns, der ein wenig dabei schwitzt ist Dave (richtiger Name der Redaktion bekannt) unter uns mit dem Mitsu, da er leider unverbesserlich ist und noch immer keinen Schnorchel hat.
In den Dörfern wird um diese Jahreszeit schon fleißig auf den Feldern gearbeitet, das meiste noch händisch oder durch Mithilfe von Pferden.

Es überkommt uns ein Gefühl, als hätten wir eine Zeitreise um 80 Jahre zurück begangen.........................
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